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Es fing damit an, dass sich sieben junge Männer zusammenfanden und den Entschluss fassten, nicht mehr nach Aachen turnen zu gehen, sondern treu dem alten Spruch "Bottsched bovver Oche" hier einen eigenen Turnverein zu gründen. Jeder der sieben opferte einen blanken Taler als Grundkapital für den neuen Verein.

Alsbald erschien in der Zeitung ein Aufruf, der in wohlgesetzten Worten die Jugend und die Bürgerschaft Burtscheids aufrief, die Gründung dieser Vereinigung durch ihre Mitgliedschaft zu unterstützen. Der Erfolg blieb nicht aus, und so traten am 10. September 1873 in Burtscheid 16 junge Männer zusammen und gründeten den Burtscheider Turnverein. Das Gründungsprotokoll nennt folgende Namen:
Peter Tillmann, Wilhelm le Bouille, Heinrich Esser, Franz Stein, Wilhelm Oppermann, P. Boymanns, Peter Küppers, S. Lürken, Heinrich Bülles, Franz Bündgen, August Johnen, Peter Gillessen, S. Graf, Wilhelm Vogel, Ludwig Konin und Matthias Konin.

Dem allseitigen Wunsch, eine Vereinsfahne anzuschaffen, konnte auf Grund einer sehr ergiebigen Sammlung schon bald entsprochen werden. Zu Beginn des Jahres 1876 erhielt die Leipziger Fahnenfabrik den Auftrag, dem neu gegründeten Verein eine Fahne anzufertigen, und am 06. Juni wurde das erste Vereinsbanner geweiht.
Im selben Jahr kehrte auch der erste Wettkämpfer des BTV von einem Wettkampf in Dortmund als Sieger heim.

Der Wahlspruch unseres Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn "frisch, fromm, fröhlich, frei" hat sich beim Burtscheider TV stets einer besonderen Beachtung und Wertschätzung erfreut und galt immer als Richtschnur, wobei mit Vorliebe besonders die Fröhlichkeit ausgiebig gepflegt wurde. Seit jeher gilt die Geselligkeit in unserem Verein als vorbildlich.

Der Aachener Turngau übertrug in den Jahren 1888 und 1900 dem Burtscheider Turnverein jeweils die Durchführung des Gauturnfestes, die hervorragend gestaltet zu einem turnerischen Höhepunkt wurden.

Bei der 25-Jahr-Feier 1898 wurde eine neue Vereinsfahne, die 500 Mark gekostet hatte, enthüllt.

Während bisher in alten, zerfallenen Schuppen und Garagen an selbstgebastelten Geräten geturnt worden war, entstand um die Jahrhundertwende endlich eine geeignete Übungsstätte. Im Jahre 1909 konnte die neuerrichtete Turnhalle an der Michaelsbergstraße eingeweiht werden.

Der im August 1914 ausbrechende Weltkrieg machte die Fortsetzung des Übungsbetriebes unmöglich. 75 Turner wurden eingezogen. Sofort nach dem Kriege schloss der Verein sich wieder zusammen. Das turnerische Leben nahm seinen Fortgang.
Im Jahre 1919 wurde eine Frauenabteilung gegründet, die alsbald eine stattliche Beteiligung aufzuweisen hatte.

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Durch das Verbot der DJK-Vereine im Jahre 1934 trat die DJK-Abteilung des Burtscheider Turnerbund fast geschlossen unserem Verein bei.

In unserer Festschrift dürfen auch die Handballer nicht fehlen .... Ihre größte Zeit hatten sie nach ihrer Konstituierung im Jahre 1927. ... Nach dem Krieg wurde zwar ein Neuanfang gestartet, aber das Kapitel Handball musste schließlich 1954 geschlossen werden, weil es einfach an Nachwuchs mangelte.

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1934 war das Gründungsjahr der Fußballabteilung.
Die außergewöhnlichen schlechten Nachkriegsverhältnisse führten 1946 zu einer Fusion des BTV 1873 mit den VfL 05. Nach Wiedererstarkung des allgemeinen Sportgeschehens trennten sich beide Vereine nach drei Jahren wieder, um ihr individuelles Vereinsleben weiterzuführen.

1949 wurde der Grundstein für die Tischtennisabteilung gelegt.

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1986 wurde dem Burtscheider Turnverein 1873 e.V. die Sportplakette des Bundespräsidenten im Rahmen einer Feierstunde auf Schloss Burg (Solingen-Burg) durch den Innenminister des Landes NRW, Hans Schwier, überreicht.
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Auszüge aus "Zur Geschichte des Burtscheider Turnverein 1873 e.V.", der Festschrift anlässlich der 125-Jahr-Feier.

1998 feierte der gesamte Verein sein 125-jähriges Bestehen.

2003 fanden die 130-Jahr Feiern statt.
 
Im November 2007 wurde die größte Investition in der Vereinsgeschichte gefeiert: Auf Siegel wurde unter Beisein zahlreicher BTVer und etwas Prominenz der Kunstrasenplatz durch den damaligen Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden feierlich eingeweiht. 2 Jahre später folgte ein Erweiterungsbau der Umkleidekabinen.
 
Im Jahre 2010 durchbricht der Verein erstmalig für eine längere Zeit "Schallgrenze" von 1000 Mitgliedern. Zum Jahresbeginn 2013 werden mehr als 1200 Mitglieder gezählt.
 
Im September 2013 feiert der Verein sein 140jähriges Bestehen.

 

   

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